Gesunde Ernährung beginnt bei deiner Denkweise

Gesunde Ernährung beginnt bei deiner Denkweise

As A Men Thinketh - Wie wir denken so leben wir

- James Allen

Optimismus ist der Schlüssel für die Tür zum Erfolg. 

In nahezu allen Bereichen bestimmen wir mit unserer Herangehensweise über den Ausgang unserer Anstrengungen. So auch bei unserer Gesundheit.

Dazu erst mal ein kleines Beispiel aus meiner Familie.

Meinem Großvater hätte vor 20 Jahren vermutlich jeder Arzt keine hohe Lebenserwartung vorausgesagt. Starker Raucher seit seiner Jugend, der tägliche Schwarztee besteht zu einem Viertel aus Rum und auch die Ernährung scheint mit Unmengen an tierischen Fetten alles andere als gesund zu sein.

Trotzdem durfte ich vor wenigen Tage mit ihm gemeinsam seinen 80. Geburtstag feiern. Und er war, trotz den (leider) als normal angesehenen altersbedingten Wehwehchen, fit und glücklich.

Das komplette Gegenteil, sowohl im Lebensstil als auch in der Lebenseinstellung, stellt meine Großmutter dar. Sie raucht nicht, trinkt keinen Alkohol, geht täglich spazieren und ernährt sich sogar ein wenig gesünder als ihr Mann.

Nun könnte man erwarten, dass mein Großvater derjenige ist, der täglich über neue Beschwerden jammert. 

Doch das exakte Gegenteil ist der Fall.

Meine Großmutter ist gefühlt öfters beim Arzt als im eigenen Wohnzimmer und wird seit Neustem von einer Pflegekraft bei den täglichen Aufgaben unterstützt. 

Es ist der fehlende Optimismus und die allgemeine Negativität meiner Großmutter, der letztendlich zu dieser bedauernswerten, gesundheitlichen Entwicklung geführt hat. 

All die Dinge, die eigentlich positiv für ihre Gesundheit sind, scheinen unwirksam zu sein. 

Es fehlt die Grundlage – die Bereitschaft und der Wille für ihre Gesundheit.

Step by Step - das gilt auch bei unserer Ernährung

Und der erste Schritt ist es, deine Ernährung als Privileg zu erkennen und nicht als Zwang oder als Mittel zum Ausgleich schlechter bzw. ungesunder Gewohnheiten. 

Allein mit deiner Willenskraft und der Wahl der Produkte im Supermarkt bestimmst du, wie lange du frei von Beschwerden und Krankheiten bleiben möchtest.

Und das ist nicht nur eine These von mir.

Auch die neusten Studien lassen es mehr als vermuten, dass nur maximal 10 bis 20 Prozent des Risikos, an einer Zivilisationskrankheit zu erkranken, genetisch bedingt sind. 

Die restlichen Prozente bestimmen wir mit unserer Ernährung und Lebensweise. 

Was die häufigsten Todesursachen anbelangt, hat die Wissenschaft aber nachgewiesen, dass unsere Gene dabei lediglich ein Risiko von höchstens 10 bis 20 Prozent darstellen.

- Dr. Michael Greger - How Not To Die

Jeder muss diesen ersten, fundamentalen Schritt gegangen sein. Erst dann macht es Sinn sich mit all den nachfolgenden Schritten auseinanderzusetzen.

Man muss den direkten Zusammenhang zwischen seiner Ernährungsweise und der eigenen Gesundheit verstanden haben. 

Wir haben es selbst in der Hand - sei bereit gesund zu bleiben.

Die 5 wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre

Es ist schon lange kein unbegründeter Trend mehr, sich vorwiegend pflanzlich zu ernähren. 

Selbst die großen, etablierten Gesundheitsorganisationen empfehlen mittlerweile, den Verzehr von tierischen Produkten zu reduzieren und gleichzeitig mehr unverarbeitete pflanzliche Lebensmittel zu essen.

Die wissenschaftlichen Beweise, die für eine vorwiegend pflanzliche Ernährung sprechen, sind in den letzten Jahren einfach immer eindeutiger geworden.

Zusammenfassend kann man eine gesunde moderne Ernährung auf 5 goldene Regeln herunterbrechen:

  1. Den Verzehr von tierischen Produkten reduzieren und gegen vollwertige, pflanzliche Lebensmittel austauschen
  2. Lebensmittel möglichst unverarbeitet verzehren. Dünsten und Dampfgaren sind dabei bevorzugte Zubereitungsmethoden.
  3. Mehr ballaststoffreiche und antioxidative Lebensmittel essen
  4. Auf die Qualität und Herkunft der Lebensmittel achten
  5. Abwechslungsreich und mit den verschiedensten Gewürzen kochen

Wenn du dir etwas an den Kühlschrank hängen möchtest, kann ich dir nur die Ernährungspyramide der PETA empfehlen.

Vegane Ernährungspyramide PETA

Prävention ist besser als Reaktion

Dass wir aktiv mit unserer Ernährung die typischen Zivilisationskrankheiten wie Alzheimer und Krebs vorbeugen können, gefällt der Pharmaindustrie natürlich nicht so sehr wie uns.

Gesunde Lebensmittel lassen sich eben nicht patentieren.

Menschen, die in der Pharmaindustrie tätig sind, kann man natürlich nicht per se als bösartig bezeichnen. Trotzdem ist ein gesunder Mensch, der selten bis gar nicht auf Medikamente zurückgreifen muss, nicht gerade der beste Kunde für Bayer, Ratiopharm und Co.

Und auch Ärzte hätten ziemlich wenig zu tun, wenn es keine Menschen mehr gäbe, die wegen jedem kleinen Wehwehchen ein Attest oder verschreibungspflichtiges Medikament brauchen.

Nicht falsch verstehen – ich unterstelle Ärzten keineswegs schlechte Absichten. 

Meiner Meinung nach wird angehenden Medizinern leider nur zu wenig Prävention von Krankheiten und zu viel medikamentenbasierte Reaktion auf Krankheiten gelehrt.

Man muss sich nur die Anzahl ernährungswissenschaftlicher (Pflicht-)Kurse im Laufe eines Medizinstudiums anschauen.

Ärzte wollen natürlich primär Menschen helfen – sind aber leider nicht immer die besten Ansprechpartner, wenn es darum geht, überhaupt nicht erst krank zu werden. 

Warum tun wir das unserem Körper überhaupt an?

Prävention, mehr Gemüse, nicht Rauchen, weniger Alkohol, …

All das sind Dinge, die nicht wirklich nach Spaß klingen.

Als emotional gelenkte Geschöpfe ist es natürlich verdammt schwierig, ohne offensichtliche direkte Aktion-Reaktion Wirkung, Lebensmittel als gesund und ungesund einzuordnen. 

Am naheliegendsten wäre die Annahme: Was schmeckt, ist auch gesund.

Doch das ist leider ein Trugschluss.

Die meisten von uns haben als Kind gelernt, dass man heiße Herdplatten nicht anfassen sollte. „Nicht anfassen, sonst aua!“ war die Message. Gelernt haben wir diese Regel allerdings erst, als wir das erste Mal die heiße Herdplatte berührt haben. 

Die Aktion-Reaktion-Wirkung hat sich regelrecht in unser Gehirn gebrannt.

Parallel dazu könnte man nun sagen: „Iss weniger Fleisch, sonst wirst du irgendwann vielleicht schwer krank!“. Das klingt natürlich weniger eindeutig und einprägsam. 

Und wenn wir dann auch noch 40, 50 oder sogar 60 Jahre ohne konkrete Folgen des übermäßigen Fleischkonsums leben können, warum sollten wir dann heute daraus lernen?

Die meisten Menschen beginnen die direkte Korrelation von Ernährung und Gesundheit erst dann zu verstehen, wenn es eigentlich schon zu spät ist (auch wenn es nie zu spät ist!). 

Medikamente sind dann meistens der letzte Ausweg, um seine letzten Lebensjahre mit Würde zu beenden. 

Warum wir uns nicht instinktiv gesund ernähren

Glaube mir, der Instinkt für gesunde und ungesunde Lebensmittel ist da. Er muss nur wiederentdeckt werden.

Wenn du es einmal geschafft hast, dich von den künstlichen Aromastoffen und unnatürlichen Zubereitungsmethoden zu trennen, dann kommt dein Gesundheitsinstinkt wieder stärker zur Geltung, als du jetzt noch glauben magst.

Dein Geschmackssinn hat einen riesen Vorteil den anderen Sinnen gegenüber. Er kann sich nahezu vollständig regenerieren.

Wenn dir heute noch kein dampfgegarter Brokkoli schmeckt oder du Weißbrot dem Vollkornbrot vorziehst, dann ist das völlig normal. 

Das ändert sich allerdings bereits nach wenigen Wochen, wenn du in dieser Zeit auf die Natürlichkeit deiner Mahlzeiten achtest und industrielle Verfälschungen durch Aromastoffe und Geschmacksverstärker meidest.

Wie so eine Geschmacksregeneration abläuft, kannst du hier nachlesen.

Wenn einmal dieser Instinkt wiederentdeckt wurde, kannst du wortwörtlich spüren, wie dein Körper direkt auf gesunde und ungesunde Nahrungsmittel reagiert.

Dein Körper sendet Signale über dein Schlafverhalten, dein Energielevel, deine Haut, deine Verdauung und deiner Anfälligkeit für kleinere Infekte. 

Deine Ernährung ist die Basis – nicht der Ausgleich schlechter Gewohnheiten

Deine Ernährung ist die Basis für alles.

Wenn du weniger krank bist, du weniger Schlaf brauchst und allgemein nur so vor Energie strotzt, dann hast du gleichzeitig auch mehr Zeit und Ressourcen, um deinen Träumen und Zielen nachzugehen.

Gesunde Ernährung macht zwar nicht glücklich, gibt uns aber mehr Zeit es zu werden.

Dass eine gesunde Ernährung keinen Platz für Ausnahmen hat, ist natürlich ein Gerücht. 

Kein Mensch ist perfekt – und das ist auch gut so.

Wenn die gesunde Ernährung die Basis darstellt, dann sind hin und wieder auch kleinere Ausnahmen erlaubt. Aber auch die können gesünder gestaltet werden. Eine Packung getrocknete Mango steht einer Packung Gummibärchen geschmacklich in nichts nach – vorausgesetzt der Geschmackssinn ist nicht durch Geschmacksverstärker überstrapaziert.

Wie man in der Grafik sieht, sollte man sich auf die linke Seite konzentrieren. Dass eine Banane die gestrige Packung Chips ausgleicht, ist die falsche Herangehensweise. 

Ernährung: Basis und Ausnahmen

Fazit: Wir haben es selbst in der Hand – mehr als manchen recht ist

Schwere Krankheiten werden oft als unvermeidbare Schicksalsschläge angesehen und als Ausrede für eine ungesunde Ernährung verwendet.

„Irgendwann sterben wir doch alle an irgendeiner unheilbaren Krankheit“

Doch genau diese Einstellung hat zum Boom der Pharmaindustrie und steigenden Erkrankungsraten an schwerwiegenden Volkskrankheiten wie Alzheimer, Diabetes, Krebs und Parkinson geführt.

Unsere Genetik spielt beim Risiko an einer dieser Krankheiten zu erkranken nur eine untergeordnete Rolle – und selbst wenn es dein Schicksal sein sollte an Brustkrebs zu erkranken, so kannst du dir trotzdem mit einer gesunden Ernährung länger Zeit verschaffen.

Ergebe dich nicht kampflos den gesellschaftlich als normal angesehenen Beschwerden, Wehwehchen und Krankheiten, sondern gehe optimistisch und positiv an deine Ernährung ran.

Unter den richtigen Verhältnissen heilt sich unser Körper selbst. Stelle dir vor du schlägst dir jeden Tag deinen Zeh an derselben Stelle an – natürlich kommt dein Körper dann nicht hinterher, die Wunde zu heilen. 

Dasselbe gilt für eine ungesunde Ernährungsweise.

Studien konnten zeigen, dass das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, etwa 15 Jahre nachdem die Person mit dem Rauchen aufgehört hat, dem eines lebenslangen Nichtrauchers gleicht.

Unser eigener Körper ist unter den richtigen Voraussetzungen die beste Medizin. 

1 Kommentar

  • Ich kann dem ganzen jetzt nur zu stimmen, und ich werde mich dem Anschlissen.

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