Was passiert, wenn man 21 Tage entgiftet?

Was passiert, wenn man 21 Tage entgiftet?

Jannis Neumann     23. August 2016     1

Es ist Zeit für ein Fazit. Vor genau 21 Tagen habe ich mich dazu entschlossen, dem kontroversen Thema „Entgiftung“ auf die Spur zu gehen. 

Die Hintergründe habe ich in einem anderen Artikel festgehalten.

In den sozialen Netzwerken bin ich, erwartungsgemäß, auf viel Kritik und Fragen gestoßen. „Entgiftung“, „Detox“ und „Entschlackung“ sind Begriffe, die bei den meisten Menschen nicht gerne gehört werden – aber warum?

Entgiftung – ist das nicht eine Erfindung der Nahrungsergänzungsindustrie?

Es ist eine Frage, wie man an das Thema herangeht. 

Unser Körper versucht tagtäglich mit gegebenen Mitteln die zugeführten Schadstoffe abzutragen und auszuscheiden – das ist klar.

Dafür haben wir Organe wie die Leber und die Niere. Ausgeschieden werden die gesundheitsschädlichen Stoffe dann über Stuhlgang, Haut und Urin. 

Dass die meisten unter uns bei dem Thema nun direkt die Stirn runzeln, liegt vor allem daran, dass natürlich auch die Lebensmittel- und Nahrungsergänzungsmittelindustrie den Gesundheitstrend erkannt haben.

Die Folgen sind Detoxsäfte, Entschlackungskapseln, Entgiftungspulver und so weiter und so fort. All diese neuartigen Produkte sollen uns dabei helfen, angesammelte Gifte aus unserem Körper zu verbannen und so wieder gesünder zu werden. 

Dass die Grundlage für einen erfolgreichen Entgiftungsprozess in unserem Körper allerdings eine gesunde Ernährung, ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, qualitativ hochwertige Lebensmittel und genug Erholung für unsere Organe ist, wird bei den meisten Produkten nur in einem Nebensatz erwähnt.

Wir alle lieben den Genuss und gönnen uns gerne einmal Ausnahmen – und das ist auch gut so. Allerdings ist es dann absolut kein Fehler, eine gewisse Zeit lang unserem Körper die verloren gegangene Energie zurückzugeben und ihn bei den täglichen Arbeiten zu unterstützen. 

Dafür brauchen wir aber keine extra Detoxprodukte – auch wenn uns das die Hersteller gerne denken lassen wollen.

Kurz:

Entgiftung findet tagtäglich statt – nicht erst durch die Zufuhr von irgendwelchen Detoxprodukten. 

Qualitativ minderwertige Lebensmittel, Genussmittel und ein stressiger Alltag können irgendwann Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit und Hautprobleme zur Folge haben. 

Dann kann es Sinn machen, auf seinen Körper zu hören und für eine gewisse Zeit noch mehr auf die Ernährung zu achten, wie zuvor schon.

3 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du anfängst zu entgiften

  1. Bist du bereit, auf Mahlzeiten zu verzichten?

    Damit dein Körper genug Energie und Zeit für den eigentlichen Entgiftungsprozess hat, sollte deine Verdauung nicht dauernd am Arbeiten sein. Versuche nur eine große Mahlzeit am Tag, am besten abends drei bis vier Stunden vor dem Schlafen gehen, zu essen.  Über den Tag solltest du viel trinken und höchstens etwas Gemüse und Obst zu dir nehmen.

  2. Bist du bereit, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben?

    Ob Bioprodukte nun wirklich weniger mit Schadstoffen belastet sind, kann ich natürlich nicht genau sagen. Die meisten Stichproben und auch die strengeren Biorichtlinien sprechen allgemein aber für eine höhere Qualität von Bioprodukten. Auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt soll bei Lebensmittel aus biologischem Anbau durchschnittlich höher sein. Solltest du nicht gerade untergewichtig sein, gilt auch hier: Qualität schlägt Quantität.

  3. Bist du bereit, auf Genussmittel, Junk-Food und Süßstoff zu verzichten?

    Hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Dass Alkohol, Chips und Gummibärchen nicht gerade förderlich für Leber und Niere sind, sollte klar sein. Auch der Verzicht auf Koffein kann bei täglichen Kaffee- oder Redbulltrinkern von Vorteil sein – weniger für die Entgiftung, als für die psychische Illusion „nur mit Koffein zu funktionieren“.

Entgiftung nach Plan – mein kostenloses Workbook für dich!

Ich habe eine kleine PDF erstellt, die du als Geschenk erhältst, wenn du dich in meiner Email-Liste einträgst. Mit dem Workbook arbeitest du dir selber deine (bei Bedarf) Diätform und den Ablauf deiner Entgiftungswochen heraus. 

Ich zeige dir, wie du einfacher abnehmen kannst und gebe dir Tipps zum Meistern deiner 3 Wochen. Es ist Zeit für deine Gesundheit.

Du findest das gratis Workbook auf meiner Homepage: www.jannisneumann.de 

Die Bausteine einer erfolgreichen Entgiftungskur

Wir wissen nun also, dass Entgiftung immer stattfindet. Wie wissen aber auch, dass wir den Entschlackungsprozess in unserem Körper unterstützen können. 

Die Variablen, die wir dafür haben, sind unsere Ernährung, Schlaf und Sport.

Die Entgiftungspyramide

Entgiftungspyramide transp 1

Ernährung – das Fundament

Die Qualität der Lebensmittel ist eindeutig das Wichtigste bei der Unterstützung der Entgiftungsabläufe in unserem Körper. Der Speiseplan sollte nahezu ausschließlich aus frischen, unverarbeiteten Bioprodukten bestehen. 

Auf Süßigkeiten, Alkohol und Fast-Food sollte komplett verzichtet werden. 

Nahrungsergänzungsmittel, beispielsweise in Form von Gerstengras, der Sango Meereskoralle, Chia-Samen oder Moringa können hilfreich sein, um alle Vitamine und Mineralstoffe ausreichend abzudecken. 

Damit der Artikel glaubwürdig bleibt, empfehle ich hier aber keine bestimmten Produkte. Solltest du auf solche „Superfoods“ zurückgreifen wollen, dann achte auch bei diesen Produkten auf Qualität und vorhandene Schadstoffanalysen!

Tägliches Fasten – Unterstützung der Organe

Bei 3 bis 4 Mahlzeiten am Tag kommt unsere Verdauung fast nie zur Ruhe. 

Unser Körper ist ständig damit beschäftigt die zugeführten Lebensmittel zu verarbeiten und kommt möglicherweise nicht mehr jeden Tag mit der Verarbeitung und dem Abtragen der Schadstoffe hinterher. 

Es macht deshalb Sinn, nur ein bis zweimal am Tag zu essen und so unserem Körper ein Zeitfenster von 12 bis 16 Stunden zu geben, in welchem er sich um die ordnungsgemäße Funktion der Leber und Niere kümmern kann.

Schlaf – Zeit für die Regeneration

Wenn wir Schlafen arbeitet unser Körper am besten.

Es ist also definitiv förderlich ausreichend zu Schlafen und unserem Körper die Ruhe zu geben, die er benötigt.

Sport – den Kreislauf in Schwung bringen

Es ist einfach ein gutes Gefühl, morgens direkt nach dem Aufstehen Sport zu treiben. 

Die abgetragenen Schadstoffe werden förmlich „rausgeschwitzt“ und man fühlt sich danach bereit und fit für die anfallenden Aufgaben. 

Entweder du stehst etwas früher auf und gehst vor der Arbeit zum Sport oder abends vor der letzten Mahlzeit. Täglich Sport zu treiben ist förderlich und gesund – allerdings keine Voraussetzung für erfolgreiche Entgiftungswochen.


Wie ich mich ernährt habe

Ich habe meine 3 Wochen Entgiftungskur auch gleich mit einer Diät verbunden. 

Da ich dadurch sowieso weniger gegessen habe, konnte ich auch ohne mehr Geld ausgeben zu müssen die Qualität meiner Lebensmittel erhöhen. 

Ungefähr 80% der Produkte waren Bio. Ich habe stark darauf geachtet, die Nahrungsmittel in möglichst natürlicher Form zu essen. So hab ich Brokkoli beispielsweise roh gegessen und meine Hülsenfrüchte selbst abgekocht (nicht die aus den Dosen verwendet).

Es gab bei mir immer einen Smoothie mit Spinat und verschiedenen Pflanzenpulvern nach dem Training. Abends gab es dann immer die einzige größere Mahlzeit. Hier ein paar Impressionen:

Mein Fazit

Ich fühle mich super nach den 3 Wochen. Mein Schlafrhythmus ist gut, meine Haut rein und ich habe gute Erfolge beim Sport. Da ich zu Beginn ein hohes Kaloriendefizit gefahren habe, bin ich auch mit meinem Gewichtsverlauf zufrieden.

Vorher-Nachher-Bild

vorher nachher

Mein Gewichts- und Formverlauf

Kann ich eine Entgiftungsphase empfehlen?

Ja, bzw. es kommt darauf an. 

Da ich mich sowieso ziemlich gesund ernähre und selten auf Genussmittel zurückgreife, war die Entgiftungsphase für mich vielleicht ein wenig überflüssig. 

Geschadet hat sie aber bestimmt nicht. Ich bin froh eine Zeit lang auf Süßstoffe und Koffein verzichtet zu haben. Am meisten freue ich mich über den Gewichtsverlust.

Trotzdem sollte jeder ein Bewusstsein für eine gesunde Ernährung entwickeln und da kann mein 21-Tages-Plan ein, meiner Meinung nach, wirklich helfen. 

Sollte ich nun dein Interesse für mein kostenloses Workbook geweckt haben, dann kannst du es dir auf meiner Webseite: jannisneumann.de herunterladen. Ich hoffe, ich kann dir damit helfen. 🙂

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1 Kommentar

  • Entgiften ist der Hammer und hilft ungemein wieder fitter zu werden. Vor Allem wenn man nur noch müde und energielos die Tage fristet ist es zu empfehlen. Aber nicht vergessen, die ersten Tage können schwer sein. Danach läuft es aber wie von selber.

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