7 Gewohnheiten, die dich gesünder und leistungsfähiger machen

7 Gewohnheiten, die dich gesünder und leistungsfähiger machen

Jannis Neumann     21. April 2017     2

Jeder Mensch hat Gewohnheiten.

Einige davon helfen uns, andere sind eher lästig.

Schon im Kindesalter lernen wir, dass wir täglich unsere Beißer pflegen müssen - eine gute Gewohnheit.  

Doch wie sieht es beispielsweise mit dem Fernsehen vor dem Schlafen gehen aus? Einer Gewohnheit, die sich nicht gerade positiv auf unseren Schlaf auswirkt?

Im Durchschnitt dauert es mehr als 2 Monate, bis eine Gewohnheit automatisch abläuft. Genauer gesagt ca. 66 Tage.

Das sagt zumindest eine Studie, die im European Journal of Social Psychology veröffentlicht wurde. Hier findest du einen interessanten Blogartikel, der das ganze Thema Gewohnheiten noch etwas genauer beleuchtet.

Auch unsere Gesundheit ist nur ein Resultat von verschiedenen Gewohnheiten. Erst wenn Dinge zu einem Ritual werden, laufen sie völlig automatisch ab und fordern weniger Willenskraft.

Die 7 wirkungsvollsten Gesundheits-Rituale schauen wir uns jetzt ein wenig genauer an.  

Gewohnheit 1: Tägliches / Intermittierendes Fasten

Ich gehöre zu den Menschen, die schnell zunehmen aber nur sehr schwer abnehmen (Danke Grundumsatz...).

Eine Eigenschaft, die leider viele Menschen mit mir teilen.

Aber für uns gibt es eine einfache Lösung: Intermittierendes Fasten.

Aber halt! Bevor du jetzt denkst, dass es sich nur wieder um eine neue, „fancy“ Diätform handelt – hier eine kleine Erklärung:

Intermittierendes Fasten ist keine Ernährungsweise, sondern ein Ernährungsmuster. Es bestimmt nicht was man isst, sondern wann man ist.

Nur mit dem Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme, kann man also einem der schonungslosesten Krankmacher überhaupt entgegenwirken: Übergewicht. 

Und wie soll das funktionieren?

Unser Körper befindet sich nach einer Mahlzeit in verschiedenen Zuständen. Während dieser Zustände fällt es unserem Körper mehr oder weniger leicht fett zu verbrennen.

  1. Direkt nach der Mahlzeit: Unser Blutzucker steigt und unser Körper schüttet Insulin aus. In dieser Phase fällt es unserem Körper besonders schwer, Fett zu verbrennen. Dauer: 3-5h.
  2. Nach den 3 bis 5 Stunden: Unser Körper muss keine Nahrung mehr verarbeiten und das Insulinlevel sinkt wieder.
  3. Fastenzeit: Ungefähr 8 bis 12 Stunden seit der letzten Mahlzeit sind vergangen und unsere Insulinwerte haben ihren Tiefpunkt erreicht. Unser Körper kann jetzt viel einfacher fett verbrennen. Dieser Zustand wird bei einer konventionellen Ernährungsweise nur sehr selten erreicht. Für die Fettverbrennung ist es besonders effektiv, in diesem Zustand Sport zu treiben.

Intermittierendes Fasten hat also das Ziel, unseren Körper möglichst lange im Zustand des Fastens zu halten.

Realisiert wird das mit verschiedenen Zeitfenstern. Am beliebtesten ist die 16:8 Methode. 16 Stunden wird gefastet und 8 Stunden wird gegessen.

Das mag für dich vielleicht zunächst unmöglich klingen – ist aber einfacher als gedacht.

Ca. 8 Stunden der Fastenzeit schlafen wir. 4h vor dem Schlafengehen sollten wir sowieso nichts mehr essen, da sich das negativ auf den Schlaf auswirken kann. Am nächsten Morgen musst du also nur noch 4 Stunden warten, bis du die erste Mahlzeit essen kannst.

Wie viele Mahlzeiten du innerhalb des 8 Stunden Zeitfensters isst, bleibt dir überlassen. Ich wähle meistens 2-3. Zu Beginn einen Smoothie, dann die richtige Mahlzeit und direkt danach oder später eine kleinere Nachspeise. 

Was sind die Vorteile?

  1. Dein Alltag wird einfacher. Nie wieder Stress mit dem Frühstück am Morgen. Keine Kiosk- oder Fast-Food-Kompromisse mehr, wenn man unterwegs ist. All das sind Punkte die dir wertvolle Zeit zurückgeben.
  2. Du bist leistungsfähiger. Wer kennt es nicht – nach dem Mittagessen und dem Frühstück fühlst du dich, als könntest du dich gleich wieder zurück ins Bett verkriechen. Das liegt an verschiedenen Hormonen, die unser Körper nach der Nahrungsaufnahme ausschüttet.
  3. Du erhöhst deine Lebenserwartung. Übergewicht bedeutet zusätzlicher Stress für deine Zellen. Intermittierendes Fasten hilft uns ein gesundes Körpergewicht zu halten, ohne dabei hungern oder verzichten zu müssen. Das zeigt eine Analyse aus 57 internationalen Studien, die sich mit der Korrelation von Übergewicht und Lebenserwartung befasst.
  4. Intermittierendes Fasten könnte das Krebserkrankungsrisiko senken. Diese Aussage ist noch mit Vorsicht zu genießen, da es bisher wenig fundierte Forschungsergebnisse gibt. Eine Analyse der aussagekräftigsten Studien lässt aber bereits heute schon auf positive Einflüsse auf die Prävention der verschiedensten Krankheiten schließen. Die Untersuchungen reichen von kardiovaskulären Erkrankungen bis hin zu Krebs.
  5. Intermittierendes Fasten ist einfacher als jede andere „Diät“. Es werden keine Lebensmittel an sich verboten, sondern nur die Frequenz reduziert, in welcher wir unsere Mahlzeiten einnehmen. 

Fasten ist keine Zauberformel

Bei all den Vorteilen könnte man schnell zu der Annahme kommen, dass es völlig egal ist, was und wie viel man isst. Das ist natürlich ein Trugschluss.

Bockwürste werden nicht gesund und enthalten weniger Kalorien, wenn man sie in einem Zeitfenster von 8 Stunden isst und die restlichen 16 Stunden fastet.

Wir essen allerdings automatisch weniger, wenn wir nur 1-2 richtige Mahlzeiten pro Tag essen und das auch noch beschränkt in einem sechs- bis achtstündigen Zeitfenster. Unser Magen hat einfach ein beschränktes Volumen. Es reicht ein Mal am Tag richtig satt zu sein – dann ist es auch von Vorteil müde zu werden, da wir die Hauptmahlzeit abends zu uns nehmen.

Intermittierendes Fasten Quick Start Guide

Gewohnheit 2: Ausreichend Wasser trinken

Machen wir keine Wissenschaft daraus.

Jeder Mensch hat ein Durstgefühl und kann sich auch darauf verlassen. 

Trotzdem haben wir manchmal viel um die Ohren und nehmen unser Durstgefühl erst verspätet oder sogar gar nicht wahr.

Ein üblicher Standard für die meisten Menschen sind 1 Milliliter pro zugeführter Kalorie. Bei einem Tagesbedarf von 2000 Kalorien wären es also 2 Liter Wasser. 

Am einfachsten ist es, wenn du dir einmal am Tag ein großes Glas Wasser genehmigst. 

Beispielsweise trinke ich gleich morgens nach dem Aufstehen einen halben bis ganzen Liter Wasser und verlasse mich den Rest des Tages auf mein Durstgefühl - so ist es nahezu unmöglich am Ende des Tages zu wenig getrunken zu haben.

Einige Studien (1, 2) verbinden erhöhten Wasserkonsum mit einem geringeren Erkrankungsrisiko an Krankheiten wie Blasenkrebs oder Herzinfarkten. Das Problem mit den Ergebnissen: Wer mehr trinkt, isst wahrscheinlich auch gleichzeitig gesünder. 

Zusätzlich 1-2 Liter Wasser haben laut einer anderen Studie keinen Einfluss auf Verstopfungen. Solltest du also Probleme auf dem stillen Örtchen haben, dann sind Ballaststoffe die bessere Wahl. 

Grundsätzlich solltest du lieber zu viel trinken als zu wenig. Es gibt zwar keine eindeutige Beweise, dass ein paar zusätzliche Gläser Wasser positive Auswirkungen auf deine Gesundheit haben, zu wenig trinken ist allerdings eindeutig ungesund. 

Gefährlich wird es übrigens erst, wenn du mehr als 8 bis 10 Liter am Tag trinkst - das haben bisher nur die Wenigsten geschafft. 

Interessant zu wissen: Viel (Wasser) trinken hat auch den Vorteil, dass sich dein Grundumsatz erhöht. Auch für die Verarbeitung von Wasser verbrennt dein Körper nämlich Kalorien. 

Gewohnheit 3: Eine gesunde Versorgung mit Makronährstoffen

Ein Supersportwagen braucht das richtige Benzin.

Oder fändest du es nicht auch schade, wenn dein Ferrari ungefahren in der Garage verrosten würde?

Auch wir Menschen brauchen das richtige Benzin – nur heißt der Energielieferant nicht Benzin, sondern Kalorien.

Kalorien gewinnen wir über die drei Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Fette und Proteine.

Kohlenhydrate sind dabei die von unserem Körper bevorzugte Quelle für Energie – sozusagen das Super+ für unser System.

Fette stellen den reibungslosen Ablauf der verschiedensten Prozesse in unserem Körper sicher. Speziell auf unseren Hormonhaushalt haben die, in der Fachsprache Lipide genannten, Energielieferanten enormen Einfluss.

Last but not least gibt es dann noch die Proteine. Eiweiß hat keine spezielle Wirkung in unserem Körper – ohne Eiweiß würden wir gar nicht erst bestehen. Der Hauptbestandteil unserer Zellen ist Protein und wenn es unsere kleinsten Bestandteile nicht geben würde, gäbe es auch nicht das große Ganze.

Und was zeichnet jetzt eine gesunde Versorgung aus?

Kohlenhydrate sollten vermehrt aus Gemüse, Bohnen und Vollkornprodukten stammen. Langkettige Kohlenhydrate halten länger satt, liefern uns über einen längeren Zeitraum Energie und stecken in den Meisten vitamin- und mineralstoffreichen Lebensmitteln.

Die gesündesten und gleichzeitig günstigsten Proteinquellen stellen Hülsenfrüchte und Vollkorngetreideprodukte dar. Tierisches Eiweiß wird mit vielen Zivilisationskrankheiten in Verbindung gebracht. Das bedeutet nicht, dass du jetzt von heute auf morgen komplett auf Fleisch, Eier und Milch verzichten musst. In meiner „ultimativen Anleitung zu Makronährstoffen“ findest du zu dieser Thematik mehr Informationen.

Abschließend solltest du deine Fette größtenteils aus Samen, Kernen und Nüssen zu dir nehmen. Ergänzend kannst du pflanzliche Öle und Avocados verwenden.

Deine Kalorien sollten sich zu 60 bis 80 % aus Kohlenhydraten, 10 bis 20 % Eiweiß und 10 bis 20 % Fetten zusammenstellen. 

Makron  hrstoffverteilung   Lebensmittel

Gewohnheit 4: Ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen

Zurück zu unserem Sportwagenbeispiel.

Unser Ferrari ist vollgetankt und bereit für eine Ausfahrt.

Doch irgendwas stimmt mit dem Wagen nicht. Der Motor gibt komische Geräusche und nach wenigen Kilometern bleibt der Wagen ganz stehen. Die Benzinnadel steht auf Randvoll. Was ist los?

Die Technik hinter einem Ferrari ist hochkomplex. Ein Auto dieses Kalibers braucht tägliche Pflege – Ölstand, Kühlwasser, Reifendruck oder lediglich die Benzinpumpe kann bereits dazu führen, dass sich unser Supersportwagen keinen Meter mehr bewegt.

Die Pflege, die einen einwandfreien Zustand unseres Ferraris verspricht, braucht auch unser Körper.

Und wer übernimmt die Pflege? Die Mikronährstoffe.

Vitamine und Mineralstoffe (=Mikronährstoffe) halten das komplette Konstrukt Körper zusammen und stellen sicher, dass wir gesund und leistungsfähig bleiben.

Ohne sie könnte selbst Donald Trump nicht überleben.

Hast du öfters mal eine Erkältung oder fühlst dich tagsüber müde, schlapp und antriebslos?

Das könnten die ersten Anzeichen eines Mikronährstoffmangels sein.

Doch bevor du dir jetzt die erstbeste Vitamin-Tagesbedarf-Tabelle aus dem Internet runterlädst, möchte ich dir einen einfacheren Weg zeigen.

Folgende Lebensmittel sollten täglich auf dem Speiseplan stehen.

Mikron  hrstoffe Versorgung

Dabei sind die Lebensmittel aus dem dunkelgrünen Bereich für eine ausreichende Versorgung essentiell. Alle Nahrungsmittel aus dem hellgrünen Bereich sorgen für Abwechslung in deinem Ernährungsplan und versorgen dich zusätzlich mit lebensnotwendigen Nährstoffen.

Auch Nahrungsergänzungsmittel können in vielen Fällen hilfreich und sinnvoll sein. Mehr dazu in meiner "ultimativen Anleitung zu Mikronährstoffen".

Gewohnheit 5: Willensstärke und keine Zeit zum krank sein

Weißt du warum Menschen wie Angela Merkel, Donald Trump oder der Chef von Mercedes nahezu nie krank sind? Sie haben einfach keine Zeit dafür.

Es ist erwiesenermaßen so, dass sich unser Körper am liebsten dann eine Auszeit nimmt, wenn wir auch die Zeit dafür haben.

Deshalb werden viele Menschen direkt nach anstrengenden Tätigkeiten wie Prüfungen, einem Marathon oder stressigen Geschäftsreisen krank. Du kennst es doch bestimmt selber: Endlich hat man mal ein paar Tage Urlaub und schon hat man sich eine nervige Erkältung eingefangen.

Aber nicht falsch verstehen! Du sollst ab heute nicht 365 Tage im Jahr beschäftigt sein – dein Körper braucht Auszeiten. Doch wäre es nicht besser, innerhalb dieser Auszeiten gesund zu bleiben?

Da kommt dein Wille ins Spiel.

Sage dir selber, dass du gesund bleiben willst und wirst. Auch wenn du es dir über die Feiertage leisten könntest eine kleine Erkältung zu bekommen – dein Wille zur Gesundheit muss stark bleiben.

Deinen Gesundheitswillen kannst du durch deine Ernährung stärken. Wenn du oft genug auf die zuvor genannten gesunden Lebensmittel zurückgreifst, dann fällt es dir viel leichter dich gegen die kleinen, nervigen Krankheitserreger immun zu fühlen.

Wenn ich meinen Smoothie mit Spinat, Zitrone, Mango, Banane, Erdbeeren und Leinsamen getrunken habe, dann habe ich das Gefühl, dass mir auch der bösartigste Grippevirus nichts anhaben kann. Und siehe da, ich kann mich an meine letzte Grippe nicht einmal mehr erinnern.

Gesundheit beginnt in unseren Köpfen

Gewohnheit 6: Delikatessen und Drogen als Delikatessen und Drogen verstehen

Käse, Milch, Joghurt, Fisch und Fleisch bedeutet Lebensqualität – zumindest für alle, die damit aufgewachsen sind.

Es ist ähnlich wie beim Alkohol und Rauchen. Jeder weiß, dass es nicht gesund ist, geht den Kompromiss für den Mehrwert an Lebensqualität und Gesellschaftlichkeit aber dennoch ein.

Einen großen Unterschied zu Drogen haben tierische Produkte allerdings: Es wird von vielen immer noch angenommen, dass Käse, Milch, Fleisch und Co. gesund seien.

Dr. Michael Greger stellt in seinem neuen Buch „How Not To Die“ auf beeindruckende Weise dar, wie tierische Produkte die rasante Entstehung und Ausbreitung von Zivilisationskrankheiten unterstützt haben.

„Unterstützt“ ist vielleicht das falsche Wort – Hauptursache trifft es vermutlich besser…

Das Buch ist im ersten Teil auf 15 Kapitel aufgeteilt. Jedes Kapitel behandelt anhand von ca. 150 Studien die Ursachen einer speziellen Krankheit. Behandelt werden: Herzkrankheiten, Lungenkrankheiten, Hirnkrankheiten, Krebsarten des Verdauungssystems, Infektionen, Diabetes, Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Blutkrebs, Nierenerkrankungen, Brustkrebs, Depressionen, Prostatakrebs, Parkinson und Iatrogene Krankheiten.

Du musst dich jetzt nicht zwingend selbst durch die knapp 600 Seiten quälen – die Essenz des Buches lautet nämlich wie folgt:

Der Umstieg zu einer vorwiegend pflanzlichen Ernährung geht Hand in Hand mit einem stark gesunkenen Erkrankungsrisiko an den Volkskrankheiten der westlichen Welt

Der radikale Schritt wäre der komplette Verzicht auf tierische Produkte. Doch warum sehen wir tierische Produkte nicht einfach als das, was sie sind: Eine Gesellschaftsdroge.

Du möchtest nicht die Person sein, die als einziger den Kuchen beim Geburtstag der Großmutter ablehnt. Du willst aber die Person sein, die sich die Wochen zuvor vollwertig pflanzlich ernährt hat.

Auch ich gönne mir gerne hin und wieder ein Glas guten Weißwein, probiere einen besonderen Käse oder bestelle mir einen regional gefangenen Fisch in einem guten Restaurant.

Warum sich die Menschen vor der Wahrheit sträuben

Schon beim Alkohol und Tabak haben uns die Beweise nicht gereicht. Es ist einfach Tradition und gehört zu unserer „Kultur“.

So ist es auch bei Käse und Wurst. Von heute auf morgen kann man dem Durchschnittsdeutschen nicht die Wurst vom Brot ziehen.

Auch wenn es viele Veganprediger versuchen – ich denke gerade im kulturbesessenen Deutschland braucht es doppelt Zeit – wer schon einmal in einem Hofbräuhaus gesessen hat, weiß was ich meine.

Es hat Ewigkeiten gebraucht, bis die Meinung zu Zigaretten in Deutschland gekippt ist. Und auch heute ist Tabak gesellschaftlich noch mehr akzeptiert, als es sich die Gesundheitsorganisationen wünschen.

Doch ist das schlecht? Ich finde nicht. Jeder kann selbst entscheiden ob er sich den gesellschaftlichen Vorgaben hingibt oder nicht.

Der pflanzliche Delikatessen Markt ist auf dem Vormarsch – doch bis es in zwanzig Jahren so weit ist, wird es zu besonderen Anlässen noch Käseplatten und Räucherschinken geben.

Wer mir nicht glaub, dass es auch pflanzliche Delikatessen gibt, der muss sich nur mal die veganen Restaurants in den USA anschauen. Im Land der eher flachen Essenskultur, verbreiten sich die pflanzlichen Alternativen um Welten schneller. Die Menschen sind einfach offener und haben weniger Blockaden.

Gourmet cheese 6626 Quelle des Bildes: http://bit.ly/2oYMDUv

Diese „Käseplatte“ besteht ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten wie Cashewkernen, Sesam und Kichererbsen. 

Gewohnheit 7: Meditation

Bis du auch manchmal völlig überwältigt von anfallenden Aufgaben?

Die To-Do Liste ist voll und trotzdem hast du am Ende des Tages immer noch mehr zu tun als am Morgen?

Ich kenne das nur zu gut. Egal was ich zu tun hatte - 1000 Dinge schwirrten durch meinen Kopf und ließen mich letztendlich nur wieder zweifeln, prokrastinieren und aufschieben.

Erst eine ganz besondere Erkenntnis hat mich aus diesem Loch des übertriebenen Hinterfragens befreit:

Ich muss anfangen im Jetzt zu leben. Die Vergangenheit ist geschrieben und die Zukunft ist ungewiss. Was zählt ist das Hier und Jetzt.

Ein ganz besonderes Werkzeug hat mir auf dem Weg zu dieser Erkenntnis geholfen: Meditation.

Meditation hilft dir dabei deine Gedanken zu ordnen. Zu oft verlieren wir uns im Alltag in unendlichen Gedankensträngen. Wie malen die verschiedensten Szenarien aus oder hinterfragen vergangene Handlungen.

Kannst du dich daran erinnern, dass du dich auch nur einmal nach solchen Gedankenspielen besser gefühlt hast? Bestimmt nicht.

Wir versuchen mit unseren Gedanken das Unmögliche zu beeinflussen.

Das einzige was wir beeinflussen können ist das Hier und Jetzt.

Meditation hilft uns dabei in diesen Bewusstseinszustand zu kommen. Wir lassen unsere Gedanken kommen und gehen. Betrachten sie wie kleine Schiffe, die vor uns auf dem Meer entlang segeln.

Manchmal steigen wir auf ein Boot und fahren ein Stück, doch nach wenigen Minuten besinnen wir uns wieder auf unseren Platz am Strand. Dem Platz von dem wir alles beobachten können.

Beginne mit 10 Minuten. Ich würde dir empfehlen es direkt morgens zu machen. Setze dich aufrecht auf einen bequemen Stuhl, nehme deine Atmung war und schließe die Augen.

Versuche nicht zwanghaft an nichts zu denken, sondern nehme deine Gedanken aufmerksam und beobachtend wahr. Verstehe, dass sich deine Gedanken ausschließlich mit Vergangenen und Kommenden befassen wollen. Mache dir aber bewusst, in der Gegenwart zu sein. Es gibt nur den Stuhl auf dem du sitzt und deine Sinne.

Meditation kann nur ihre volle Kraft entfalten, wenn du dich täglich dazu motivierst. Nach 2 bis 3 Wochen hat dein Körper Meditation als Ritual aufgenommen und du musst dich nicht mehr dazu überwinden.

Wenn du dich dazu bereit fühlst, kannst du damit beginnen 15, 20, 30 oder sogar noch länger zu meditieren.

Auch ich bin absoluter Meditations-Anfänger. Doch das ist gut so, denn ich werde diesen Blog dazu nutzen, meinen Weg zu dokumentieren. Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrungen mit mir austauscht – schreibe doch ein Kommentar oder sende mir eine Nachricht!

Fazit

Gesundheit ist viel mehr als hin und wieder einen Salat essen. 

Gesundheit ist die Fusion aus einer positiven und geordneten Denkweise und einer ausreichenden Versorgung mit Nährstoffen. Nur wenn das im Einklang ist, können wir auf lange Sicht gesund, leistungsfähig und so auch glücklich werden und bleiben.

Beginne mit kleinen Schritten:

Verringere die Anzahl deiner Mahlzeiten am Tag und versuche auf Snacks zu verzichten.

Trinke morgens ein großes Glas reines Wasser.

Esse mehr Vollkorn, Bohnen, Linsen, Spinat, Brokkoli, Nüsse und Samen. 

Verzichte auf stark verarbeitete Produkte wie Chips, Wurst, Käse, Fertigprodukte und ungesunde Süßigkeiten. 

Begegne deiner Gesundheit mit Zuversicht und Willensstärke. Ab heute hast du keine Zeit mehr zum krank sein! 

Verzichte nicht von heute auf morgen auf deine Lieblingsspeisen. Sehe sie viel mehr als Delikatessen und Belohnung. 

Ordne deine Gedanken und beginne täglich zu meditieren. 

Was sind deine persönlichen Gewohnheiten, die dich zu einem gesunden und glücklichen Menschen machen? Schreibe es in die Kommentare! 

.

Bleibe auf dem Laufenden.

Trage deine E-Mail ein und erhalte regelmäßig neue Inhalte, sobald sie veröffentlicht werden:

Lerne in nur 5 Lektionen, wie du eine gesunde Ernährungsweise ohne viel Tamtam in deinen Alltag integrierst

  • Lektion 1: Gesundheit beginnt in unseren Köpfen
  • Lektion 2: Makronährstoffe - Die ultimative Anleitung
  • Lektion 3: Mikronährstoffe - Die ultimative Anleitung
  • Lektion 4: Wie du dich schnell und einfach gesünder ernährst
  • Bonus Lektion: Kostenloser Quick-Start-Guide 

Mit der Eintragung deiner E-Mail Adresse erlaubst du es uns, dir interessante Artikel und News aus der Welt der gesunden Ernährung zuzuschicken. Niemals mehr als viermal im Monat und kein Spam! Versprochen. Du kannst dich jederzeit abmelden.

2 Kommentare

  • Danke für diese (vielen) Informationen. Wenn man nur einen Teil davon (richtig)anwendet, ist es schon ein erster Weg zur Besserung!
  • Hey Hermann,

    Danke für dein nettes Kommentar!

    Stimme ich dir voll zu!

    Wie bei jedem Projekt beginnt man mit kleinen Schritten. Wer von heute auf morgen eine 180° Kehrtwende versucht, wird langfristig nicht am Ball bleiben können.

    Liebe Grüße
    Jannis

Was denkst du?

Lerne in 5 Lektionen, wie du eine gesunde Ernährung einfach in deinen stressigen Alltag integrierst.


Mit der Eintragung deiner E-Mail Adresse erlaubst du es uns, dir interessante Artikel und News aus der Welt der gesunden Ernährung zuzuschicken. Niemals mehr als viermal im Monat und kein Spam! Versprochen. Du kannst dich jederzeit abmelden.

© 2017 by evo | evo-health.de