10 Lebensmittel, die erwiesenermaßen Krankheiten vorbeugen können

10 Lebensmittel, die erwiesenermaßen Krankheiten vorbeugen können

Jannis Neumann     21. Mai 2017     0

Kannst du dich daran erinnern, als du das erste Mal eine heiße Herdplatte angefasst hast?

Innerhalb weniger Sekunden hast du diese Entscheidung bereut.

Unglücklicherweise gibt es einen Bereich, der viel schwerwiegendere Folgen als eine kleine Brandblase haben kann: Unsere Ernährung.

Tagtäglich gehen Menschen mit ihrer Mahlzeitenwahl die falschen Entscheidungen ein. Aber warum?

Weil sich die Folgen nicht direkt bemerkbar machen.

Die Wissenschaft liefert mittlerweile unzählige Antworten auf die Frage, wie unsere Ernährung die Entwicklung von Krebs, Diabetes, Parkinson, Schlaganfälle und Co. beeinflusst – wir müssen die Folgen einer ungesunden Ernährung also nicht am eigenen Leib erfahren.

Es werden oftmals die falschen Makronährstoffe und zu wenige Mikronährstoffe gegessen. Darüber hinaus stehen bestimmte Lebensmittelgruppen mit starker präventiver Wirkung zu selten auf dem Speiseplan.

Tagtäglich entscheidest du über die Zukunft deiner Krankenakte – und das meistens nur mit kleinen Entscheidungen wie Brokkoli statt Paprika oder Spinat statt Eisbergsalat.

Im Folgenden betrachten wir die aussagekräftigsten Studien zum Thema gesunde Lebensmittel und natürliche Prävention von Krankheiten.

Ich stelle dir die einzelnen Lebensmittel vor, zeige dir wie viel du tagtäglich davon essen solltest und wie du sie in deinen Alltag einbauen kannst.

Neben den Studienergebnissen schauen wir uns auch die verschiedenen Nährstoffe an, die dir die erwähnten Lebensmittelgruppen liefern.

Am Ende dieses Artikels weißt du ganz genau was und wie viel du essen solltest und an welchen lebensnotwendigen Nährstoffen es deiner derzeitigen Ernährung mangelt. 

1. Lebensmittel: Vollkorn

Meine Favoriten: Brauner Reis, Haferflocken, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Vollkornpasta, Vollkornbrot.

Alternativen: Gerste, Roggen, Wildreis, Dinkel, selbstgemachtes Popcorn, Amaranth.

Was die Studien zu Vollkorn sagen

Eine Ernährungsweise reich an Vollkorn scheint deine Lebensdauer deutlich zu erhöhen – und das unabhängig von anderen Ernährungs- und Lebensstilfaktoren. Eine Portion braunen Reis bekommst du doch sicher in deine Mahlzeiten eingebaut, oder?

Wie wäre es mit einem reduzierten Risiko für Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes und Schlaganfällen? Die tägliche Portion Haferflocken kann dir dabei helfen. 

Eine großausgelegte Analyse, finanziert von der Bill & Melinda Gates Foundation, kam zu folgenden Fazit: Der Verzehr von mehr Vollkornprodukten könnte jährlich über einer Millionen Menschen das Leben retten.

Wie viel du täglich essen solltest

2-3 Portionen in Form von einer Tasse bzw. einem Stück.

Das könnte beispielsweise ein Vollkornbrötchen als Nachmittag-Snack, eine Tasse brauner Reis als Beilage zur Hauptmahlzeit und eine Tasse Vollkornflocken zum Frühstück bedeuten.

Echt einfach, oder?

Was dir Vollkorn für Nährstoffe liefert

Vollkornprodukte dienen dir als Hauptlieferanten für Ballaststoffe, Mineralstoffe und vor allem komplexen Kohlenhydraten.

Nährstoffe Vollkorn

2. Lebensmittel: Hülsenfrüchte / Bohnen

Meine Lieblingshülsenfrüche: Kichererbsen, Kidneybohnen, Edamame, Rote Linsen, weiße Riesenbohnen, grüne Erbsen, schwarze Bohnen, geräucherter Tofu.

Alternativen: Cannellinibohnen, Limabohnen, grüne Linsen, Belugalinsen, Miso, Pintobohnen, Spalterbsen, Tempeh.

Was sagen die Studien zu Bohnen?

Eine Gruppe von 21 renommierten Krebsforschern haben sich durch über eine halbe Millionen verschiedene Studien gekämpft, um zu folgender Empfehlung zu kommen: Zu jeder(!) Mahlzeit sollten Bohnen und/oder Vollkorn verzehrt werden. Eindeutiger geht es kaum.

In Fachkreisen ist der sogenannte „Linseneffekt“ schon lange bekannt. Mittlerweile wurde er zum „Hülsenfrüchteeffekt“ umbenannt. Linsen und Kichererbsen scheinen nämlich gleichermaßen den Anstieg des Blutzuckers zu dämpfen.

Bis vor wenigen Jahren wurde nur bei Sojaprodukten davon ausgegangen, dass es das „böse“ LDL-Cholesterin senken kann. Mittlerweile wurde das auch bei anderen Hülsenfrüchten, wie Linsen, Limabohnen und weiße Bohnen beobachtet. Dein Cholesterinspiegel wird sich über die paar mehr Bohnen also mehr als freuen.

Wie viel du essen solltest

2-3 Portionen täglich. Eine Portion ist beispielsweise eine Viertel Tasse Hummus oder Bohnendip, eine halbe Tasse gekochte Bohnen, Linsen, Spalterbsen, Kichererbsen oder eine halbe Dose fertige Bohnen, 100g Tofu oder Tempeh oder eine Tasse frische Erbsen.

Edamame gilt als das vollwertigste Sojaprodukt. Du kannst die kleinen grünen Bohnen in vielen Fachgeschäften tiefgekühlt kaufen. Auftauen lassen, etwas salzen und schon hat man den perfekten proteinreichen Snack.

Wenn du bisher viel Fleisch gegessen haben solltest, dann versuche ab sofort vermehrt Bohnen, Tofu und Linsen zu verwenden. Richtig gewürzt und nach ein paar Wochen Gewöhnung wirst du die kleinen Kraftspender nicht mehr missen wollen.

Das liefern Bohnen, Linsen und Co.

Hülsenfrüchte sind besonders reich an Ballaststoffen, hochwertigen pflanzlichen Eiweiß, komplexen Kohlenhydraten und Mineralstoffen.

Nährstoffe Bohnen und Hülsenfrüchte

3. Lebensmittel: Beeren

Favoriten: Dunkle Trauben, Erdbeeren, getrocknete Gojibeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, getrocknete Maulbeeren.

Alternativen: Acai-Beeren, Berberitzen, Brombeeren, Cranberries, Kirschen, Kumquats.

Was die Studien zu Beerenfrüchten sagen

Bei einer Untersuchung von einhunderttausend Männern und Frauen wurden bei denjenigen, die am Meisten Beeren verzehrt hatten, ein deutlich geringes Risiko an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu sterben festgestellt.

Beeren haben fast zehnmal so viele gesundheitsfördernde Antioxidantien wie anderes Obst und Gemüse und mehr als fünfzigmal so viele wie tierische Produkte.

Sauerkirschen habe eine starke entzündungshemmende Wirkung und können zur Behandlung von Gicht (Typ von Arthritis) eingesetzt werden. Zudem senken sie den c-reaktiven Proteinwert

Beeren enthalten von Natur aus Melatonin und können so ohne Nebenwirkungen den Schlaf verbessern

Nicht vergessen: Wir reden hier von Beeren - dem Lebensmittel, was nahezu jedem schmeckt. Darauf zu verzichten wäre wirklich schade...

Wie viel du jeden Tag essen solltest

1 Portion in Form einer halben Tasse frischen oder gefrorenen Beeren und einer Viertel Tasse getrocknete Beeren.

Ein paar Rezeptanstöße? Mache dir eine leckere Eiscreme aus gefrorenen Beeren nach Wahl und reifen gefrorenen Bananen. Als Topping noch etwas Zimt oder Kakao – gesünder und leckerer geht’s kaum.

Getrocknete Beeren kannst du morgens in deinem Porridge verarbeiten oder als Snack mit in die Uni, Schule oder Arbeit nehmen.

Ich verarbeite gefrorene Beeren auch gerne in Smoothies.

Was in den kleinen süßen Leckereien alles drin steckt

Beerenfrüchte sind insbesondere reich an Vitaminen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen.

Nährstoffe Beeren

4. Lebensmittel: Obst

Lieblingsobst: Ananas, Äpfel, Avocados, Bananen, Datteln, Granatäpfel, Kiwis, Limetten, Lychees, Mangos, Orangen, Oliven, Papayas, Passionsfrüchte, Pfirsiche, Wassermelonen.

Alternativen: Aprikosen, Backpflaumen, Birnen, Cantaloupe-Melonen, Clementinen, Feigen, Grapefruits, Honigmelonen, Mandarinen, Nektarinen, Pflaumen, Zitronen, Zwetschgen.

Welche Studien gibt es zu Früchten?

Fünfhundert Wissenschaftler arbeiteten an einer Studie, die von der Bill und Melina Gates Foundation finanziert wurde, um herauszufinden was die größten Risikofaktoren für Tod und Invalidität sind.

Das Ergebnis: Die Ernährung stellt das größte Risiko dar und innerhalb der Ernährung ist der unzureichende Verzehr von Obst das schwerwiegendste Problem.

Wie viel du täglich essen solltest

3 Portionen. Eine Portion ist beispielsweise eine mittelgroße Frucht, eine Tasse aufgeschnittene Frucht oder eine Viertel Tasse getrocknete Früchte.

Ich decke meine 3 Portionen ganz einfach ab: Eine Tasse aufgeschnittene Frucht im Oatmeal, eine Tasse im Smoothie und morgens 2-3 frisch ausgepresste Orangen und Zitronen in Verbindung mit 2 Gläsern Wasser.

Ein Stück Obst (Apfel, Birne, Banane, Pfirsich, …) ist auch heute noch der gesündeste und praktischte Snack den es gibt.

Das steckt in Früchten

Obst ist besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen.

Nährstoffe Obst

5. Lebensmittel: Kreuzblütlergemüse

Favoriten: Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl, Sauerkraut.

Alternativen: Blumenkohl, Brunnenkresse, Kohlblätter, Meerrettich, Pak Choi, Radieschen, Rübstiele, Rucola, russischer roter Kohl, Schwarzkohl, Senfkohl, Weißkohl.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Studien

Der speziell in Kreuzblütlergemüse vorkommende Stoff Sulforaphan ist ein vielversprechender Antikrebswirkstoff und kann dabei helfen Gehirn und Sehkraft zu schützen, allergische Entzündungen der Nasenschleimhaut zu mildern und Typ-2-Diabetes zu behandeln

Wie viel du essen solltest

1 Portion täglich. Eine Portion ist dabei eine Tasse gehackt, eine Tasse zugeschnitten oder eine Viertel Tasse Rosenkohl- oder Brokkolisprossen.

Ich selber dämpfe mir nahezu täglich Brokkoli oder Rosenkohl im Dampfgarer und esse es als Beilage zu meiner Hauptmahlzeit. Wenn ich mal nicht dazu komme, verarbeite ich Grünkohl in einem Smoothie.

Auch möglich wäre die Zubereitung des Gemüses im Backofen, roh in einem Salat (bei Rosenkohl nicht zu empfehlen) oder mit einer Käsereibe über herzhafte Gerichte gerieben.

Bei niedrigen Temperaturen im Backofen werden Grünkohlblätter zu den wohl gesündesten Chips der Welt. Dazu noch etwas selbstgemachte Salsa und du hast deine tägliche Portion abgehackt.

Das steckt alles in Kreuzblütlergemüse

Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und Co. sind besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen.

Nährstoffe Kreuzblütlergem  se

6. Lebensmittel: Grünes Blattgemüse

Favoriten: Spinat, Grünkohl, Romanasalat, Mangold.

Alternativen: Kohlblätter, Rucola, Schwarzkohl, Sauerampfer.

Das sagen die Studien

Eine groß ausgelegte Kohortenstudie in Japan suchte nach den wirkungsvollsten Strategien, um länger gesund zu bleiben. Das Ergebnis: Der tägliche Verzehr von grünem Blattgemüse scheint eine der wirkungsvollsten Strategien zu sein, dein Leben zu verlängern.

Von allen Lebensmittelgruppen, die von einem Team von Harvard-Wissenschaftlern untersucht wurden, wurde grünes Blattgemüse mit der stärksten schützenden Wirkung vor chronischen Krankheiten assoziiert.

Jede zusätzliche Portion an grünem Blattgemüse scheint das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle um bis zu 20 Prozent zu verringern.

Wie viel du täglich essen solltest

2 Portionen. Eine Portion kann dabei ein bis zwei Tassen rohes Blattgemüse oder ein bis zwei Tassen gegartes Blattgemüse bedeuten.

Die rohe Portion kannst du ganz einfach in deinem (von mir stark empfohlenen) täglichen Smoothie verarbeiten. Die andere Portion kannst du entweder zu einem Salat verarbeiten (junge Spinatblätter und Grünkohl sind immer besser als andere Salatsorten) oder gekocht als Beilage zu deiner Hauptmahlzeit essen.

Das sind die Nährstoffe von grünem Blattgemüse

Spinat, Grünkohl und Co ist sind besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen.

Nährstoffe grünes Blattgemüse

7. Lebensmittel: Gemüse

Favoriten: Kürbisse, Mais, Möhren, Pilze, Paprika, grüner Spargel, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Zucchini und Zwiebeln.

Alternativen: Artischocken, Rote Bete, Okraschoten, Yamswurzeln.

Studienübersicht

Abwechslung beim Obst- und Gemüseverzehr scheint ein besserer Indikator für ein verringertes Entzündungspotential zu sein als die absolute Quantität des verzehrten Obsts und Gemüses.

Du solltest dich also stets an der gesamten Farbauswahl von Obst und Gemüse erfreuen.

Menge und Einbau in den Alltag

1 Portion täglich. Beispielsweise als gemischter Salat oder Rohkoststifte mit einem Hummus-Bohnen-Dip.

Diese Nährstoffe stecken in Gemüse

Buntes Gemüse ist besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen.

Nährstoffe Gemüse

8. Lebensmittel: Leinsamen

Leinsamen solltest du immer geschrotet oder gemahlen zu dir nehmen. Ganze Samen kann dein Körper nur sehr schlecht verdauen.

Das sagen die Studien

Leinsamen haben eine der stärksten blutdrucksenkenden Wirkung, die je durch eine Ernährungsintervention erreicht wurde.

Wenige Esslöffel scheinen für einen gesunden Blutdruck zwei- bis dreimal wirksamer zu sein, als regelmäßiges aerobes Ausdauertraining. Was ist dir lieber? Zwei Esslöffel gemahlene Leinsamen täglich oder jeden zweiten Tag eine halbe Stunde Joggen? (Beides wäre die beste Wahl).

Regelmäßiger Verzehr von Leinsamen reduziert Blutdruckwerte um durchschnittlich 7 Punkte. Diese Senkung soll im Laufe der Zeit zu 46 Prozent weniger Schlaganfällen und 29 Prozent weniger Herzerkrankungen führen.

Ein gemahlener Esslöffel Leinsamen am Tag kann den Menstruationszyklus einer Frau um etwa einen Tag verlängern und so die gesamte Zahl der Perioden im Laufe eines Lebens reduzieren. Die dadurch vermutlich resultierende geringere Östrogenexposition, soll das Risiko an Brustkrebs zu erkranken reduzieren.

Eine Aufnahme von Lignanen wird bei postmenopausalen Frauen mit einem deutlich geringeren Brustkrebsrisiko in Zusammenhang gebracht. Leinsamen gehören zu den lignanenreichsten Lebensmittel der Erde.

Eine großausgelegte Doppelblindstudie kommt zu dem Ergebnis, dass Leinsamen das Potenzial haben, den Tumorwachstum bei Patientinnen mit Brustkrebs zu reduzieren. Die beobachtete Wirkung soll so beeindruckend sein, dass Leinsamen mittlerweile als ernstzunehmende Alternative zu gängigen Medikamenten gehandelt wird.

Betrachtet man Autopsien von über sechstausend Männern, mussten Wissenschaftler feststellen, dass die Hälfte aller Männer über achtzig unbemerkt an Prostatakrebs gelitten haben.

Wie es der Zufall will, sollen Leinsamen auch bei der Vorbeugung von Prostatakrebs wirksam sein.

Neben Brokkoli, grünem Blattgemüse und Kurkuma gelten die kleinen goldgelben oder braunen Powersamen als die am besten erforschten Lebensmittel mit beeindruckender gesundheitlichen Wirkung – und das Beste daran: Leinsamen gibt es bereits für wenige Cents in nahezu jedem gut sortierten Supermarkt.

Wie viel du täglich essen solltest

1 Portion täglich = Ein bis zwei Esslöffel gemahlene Leinsamen.

Leinsamen machen sich super als gesunder Eiersatz. Ein Ei entspricht dabei einem Esslöffel gemahlener Leinsamen in drei Esslöffeln Wasser. Nach wenigen Minuten entsteht eine zähflüssige, ei-ähnliche Konsistenz.

Leinsamen machen sich auch super als „cremig-macher“ in Smoothies und Milkshakes ohne Milch.

Was in Leinsamen alles für Nährstoffe stecken

Leinsamen sind besonders reich an essentiellen Fettsäuren und Ballaststoffen.

Nährstoffe Leinsamen

9. Lebensmittel: Nüsse und Samen

Favoriten: Cashewkerne, Chiasamen, Macadamianüsse, Mandeln, Paranüsse, Pistazien, Walnüsse.

Alternativen: Hanfsamen, Haselnüsse, Kürbiskerne, Pecannüsse, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne.

Die gängigsten Studien zu Nüssen und Samen

Eine Handvoll Nüsse an fünf oder mehr Tagen die Woche kann unser Leben um durchschnittlich 2 Jahre verlängern.

Der Verzehr von zu wenig Nüssen und Samen ist der drittgrößte ernährungsbedingte Risikofaktor für Tod und Invalidität und soll jährlich fünfzehnmal mehr Menschen das Leben kosten als eine Überdosis an Heroin, Kokain oder anderen illegalen Drogen.

Eine mehrjährige Untersuchung von über siebentausend Männern und Frauen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko beschäftigte sich mit dem Zusammenhang von Nüssen auf das Schlaganfallrisiko.

Eine Gruppe erhielt ein halbes Pfund Nüsse pro Woche gratis. Durch die kostenlosen Nussportionen erhöhten die Probanden ihren täglichen Nusskonsum auf 30 Gramm. Sonst blieb die Ernährungsweise nahezu gleich – also größtenteils schlaganfallfördernd (wenig Gemüse, viel Fleisch und Milchprodukte).

Trotzdem hat sich das Schlaganfallrisiko der Probanden verringert – alle anderen Risikofaktoren wie hohe Cholesterinwerte und Herzinfarkte blieben allerdings gleich.

Probanden der zuvor zitierten PREDIMED-Untersuchung, die mehr als drei Portionen Walnüsse pro Woche aßen, konnten scheinbar ihr Krebserkrankungsrisiko bzw. das Risiko für einen Tod an Krebs halbieren.

Wie viel du täglich essen solltest

1 Portion – das entspricht einer Viertel Tasse Nüsse oder Samen und einem Esslöffel ungesalzener Nussbutter.

Nussbutter ist unglaublich lecker – ich könnte ein komplettes Glas einfach so auslöffeln. Glücklicherweise kann ich mich mittlerweile zurückhalten und verwende Nussbutter nur noch als Zutat in (besonders leckeren) Smoothies oder als Topping auf meinem Oatmeal.

Nussbutter macht sich außerdem super als Zutat in selbstgemachter Eiscreme aus gefrorenen Bananen und Beeren.

Neben Trockenobst machen sich Nussmischungen ideal als Snack gegen den „kleinen Hunger“.

Diese Nährstoffe findest du in Nüssen und Samen

Nährstoffe Nüsse und Samen

10. Lebensmittel: Kräuter und Gewürze

Lieblingskräuter- und Gewürze: Basilikum, Chilipulver, Currypulver, Knoblauch, Kurkuma, Majoran, Oregano, Pfeffer, Rosmarin, Thymian und Vanille.

Alternativen: Berberitzen, Bockshornklee, Dill, Paprikapulver, Ingwer, Kadamom, Koriander, Kreuzkümmel, Lorbeerblätter, Meerrettich, Muskat, Nelken, Petersilie, Pfefferminze, Piment, Safran, Salbei, Senfpulver, Zitronengras.

Das zeigt uns die aktuelle Studienlage

Curcumin, der Hauptwirkstoff von Kurkuma, hat einen starken antimutagenen Effekt auf etliche häufig auftretende krebserregende Substanzen (Karzinogene).

Bei Rauchern sank durch etwas mehr als 1 Teelöffel Kurkuma täglich die DNA-Mutationsrate um 38%.

Curcumin in vitro scheint gegen eine ganze Reihe verschiedener Krebszellen zu wirken - einschließlich Brustkrebs-, Hirntumor-, Blutkrebs-, Darmkrebs-, Nierenkrebs-, Leberkrebs-, Lungenkrebs- und Hautkrebszellen.

15 Darmkrebspatienten im Endstadium, die weder auf die Chemotherapie noch auf die Bestrahlung ansprachen, wurde Kurkuma-Extrakt verabreicht. Bei fünf der fünfzehn Patienten konnte so die Ausbreitung der Krankheit aufgehalten werden.

Bockshornklee scheint die Muskelkraft und die Leistung beim Gewichtheben deutlich zu erhöhen (die Probanden drückten durchschnittlich 36kg mehr auf der Beinpresse).

Etwa zwanzig Stängel Koriander täglich über einen Zeitraum von zwei Monaten verringerten die Entzündungswerte bei Arthritisbetroffenen und halbierten die Harnsäurewerte.

Eine randomisierte kontrollierte klinische Doppelblindstudie untersuchte die Wirkung von einem Achtel Teelöffel Ingwer auf Migräne. Das Ergebnis: Das Ingwerpulver half genauso gut und genauso schnell gegen Migräne wie das Migränemedikament Sumatriptan (Imitrex).

Soviel solltest du täglich an Kräutern und Gewürzen essen

Aufgrund der unzähligen beeindruckenden Studienberichte über die Wirkung von Kurkuma, empfehle ich allen einen Viertel Teelöffel Kurkuma täglich in den Speiseplan einzubauen.

Dir muss Kurkuma dabei gar nicht schmecken. Ein Viertel Teelöffel kannst du nahezu geschmacksfrei in Smoothies, Gemüsepfannen und Soßen verarbeiten.

Von anderen (salzfreien) Kräutern kannst du so viele essen wie du möchtest. Lasse deinen Geschmack entscheiden und finde deine persönlichen Favoriten!

Die Nährstoffe von Kräutern und Gewürzen

Kräuter sind besonders reich an Antioxidantien, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen.

Nährstoffe Kräuter und Gewürze

Fazit

Wie du siehst, hat unsere Ernährung eine unglaubliche Auswirkung auf unsere Gesundheit.

Nur kleine Veränderungen, wie das Verwenden von Kurkuma und Leinsamen, können großartige Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und deine Resistenz gegen Krankheiten haben.

Zum Schluss habe ich mir noch einen kleinen Bonus überlegt.

In einer kurzen PDF habe ich meine 7 Lieblingsrezepte zusammengestellt. Mit diesen Rezepten schaffe ich es - einfach und lecker - die wichtigsten Lebensmittel in meinen Alltag zu integrieren.

Du kannst dir das kleine Rezeptbuch hier kostenlos herunterladen.

7 gesunde Rezepte


Viel Spaß beim Nachkochen! 

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Lerne in nur 5 Lektionen, wie du eine gesunde Ernährungsweise ohne viel Tamtam in deinen Alltag integrierst

  • Lektion 1: Gesundheit beginnt in unseren Köpfen
  • Lektion 2: Makronährstoffe - Die ultimative Anleitung
  • Lektion 3: Mikronährstoffe - Die ultimative Anleitung
  • Lektion 4: Wie du dich schnell und einfach gesünder ernährst
  • Bonus Lektion: Kostenloser Quick-Start-Guide 

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